Schule / Lernförderung
Schulische Lernförderung während der Mutter-Vater-Kind Kurmaßnahme
Kurbegleitender Unterricht für schulpflichtige Kinder unter pädagogischer Anleitung und mit Unterstützung
durch eine Diplom-Lehrerin
Warum Schule während einer Kurmaßnahme
Kinder kommen mit Mütter/Väter zum dreiwöchigen Aufenthalt in
die Klinik. Die Kinder leiden
zum Teil unter behandlungsbedürftigen Erkrankungen, häufig kommen
sie auch als gesunde Begleitkinder in die Einrichtung.
Die Zeiten der Kur-Maßnahme liegen nicht immer in den Zeiten der Schulferien.
So entstehen für
Schulkinder aus Grundschulbereich und Sekundarstufe I Fehlzeiten in der Schule
am Heimatort.
Die Schulen sind verpflichtet, für eine ärztlich verordnete Maßnahme
die Kinder vom Unterricht freizustellen.
Die Anforderungen der Allgemeinbildenden Schulen sind in der Regel an verbindliche
Lehrpläne gebunden, der Leistungsanspruch ist hoch. Die Kinder erfahren durch ausgefallenen
Unterricht aufgrund einer Kurmaßnahme eine Benachteiligung.
Dies betrifft insbesondere Kinder, die
• kurz vor der Kurmaßnahme eingeschult wurden
• in die nächst höhere Klasse versetzt werden wollen
• vor einer Umschulung in eine weiterführende Schule stehen
• Probezeiten an einer weiterführenden Schule bestehen wollen
• Lernschwierigkeiten aufweisen
• Lerndefizite durch häufige krankheitsbedingte Fehlzeiten haben
Für Mütter/Väter bedeutet eine zusätzliche Schulpause ihres
Kindes eine zusätzliche Sorge um
das Wohl und eine gute Entwicklung. Oftmals treffen Mütter/Väter die
Entscheidung gegen eine
optimale Terminierung der Kur (allergiearme Jahreszeiten..) zugunsten einer
Maßnahme in den
Schulferien.
Angebot und Zielsetzungen
• Kompetente Unterstützung der Kinder bei der Bewältigung schulischer
Anforderungen
• Erhalt eines regelmäßigen Lernrhythmus
• Bestätigung vorhandener kognitiver Fähigkeiten
• Wissenserhalt – Wiederholung und Festigung bekannter Wissensbereiche
• Gezielte Ergänzung und Hilfe bei der Bewältigung mitgebrachter
„Hausaufgaben“
• Erarbeitung von neuem Wissen und Fähigkeiten
• Durchführung von Leistungskontrollen (Beaufsichtigung von Klassenarbeiten/Klausuren
bei zeitgleicher Erledigung mit der Heimatschule)
• Soziale Lerninhalte und Horizonterweiterung
Umfang
5-10 Wochenstunden
während der Schulzeit an 5 Wochentagen für jeweils 2 Unterrichtsstunden
Arbeitsformen
Genutzt werden klassische schulische Lernformen in Kombination mit offenen und
spielerischen
Unterrichtsformen:
• Lernen in der Kleingruppe bis max 12 Kinder
• Partnerarbeiten
• Frontale Vermittlung
• Einzelhilfen
• Spielerisches Lernen
• Selbstständiges Bearbeiten mitgebrachter Übungsaufgaben
Es wird klassenübergreifend und fächerübergeifend gearbeitet
Unterrichtsfächer
Schwerpunkte in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Sachkunde
entsprechend
der Themen und Aufgabenstellungen aus der Heimatschule
Zielsetzung
Neben Sachkompetenzen wird die Entwicklung von Selbst- und Methodenkompetenzen
unterstützt.
Rolle der Lehrerin
Hilfe, Vermittlung, Kontrolle, Korrektur, Bestätigung
Mutter-Vater-Kind-Schule-Kontakt
Individuelle Gesprächskontakte mit der Lehrerin zu Besonderheiten des Lernen,
die zu Hause
oftmals so nicht möglich sind
Anwesenheit der Lehrerin in der Klinik ermöglicht im Kurverlauf durch alltägliche
Kontakte
einen unkomplizierten Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung als gute Basis
für Beratungsgespräche/
Erziehungsfragen/Hinweise zu einzelnen Kindern
Kontakt zur Heimatschule
• Vor der Kur
- Fragebogen zum Unterrichtstoff in den Allg.bildenden Fächern, Lehrwerk,
aktuelle Themen.
• Während der Kur
- Heimatschulen übermitteln aktuelle Übungsblätter, Aufgaben, Klassenarbeiten
- Kinder bringen die nötigen Schulmaterialien sowie Lehrbücher mit

